In den letzten Jahren wurde Apple eines der mächtigsten, einflussreichsten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Das liegt vor allem auch daran, dass Apple seine Geräte in Billiglohnländer produzieren lässt, wie auch viele andere große Konzerne. Die Arbeitsbedingungen in den Fabriken sind jedoch außerordentlich schlecht.
Die Arbeiter müssen 7 Tage in der Woche arbeiten, übernachten gleich in der Fabrik und müssen teilweise so lange stehen, bis sie geschwollene Füße bekommen. Auch Kinder sollen an den Apple-Gadgets mitgearbeitet haben, wie von unabhängigen Beobachtern festgestellt wurde.
Viele Fabriken nehmen keine Rücksicht auf ihre Arbeiter. Vor zwei Jahren wurden 140 Arbeiter verletzt, weil sie mit giftigen Chemikalien beim Reinigen von iPhone-Displays in Kontakt gekommen sind. Weiters gab es zwei Explosionen, bei denen vier Menschen getötet worden sind.
Heute Morgen wurde in der New York Times über die harten Arbeitsbedingungen in den Fabriken ein längerer Artikel veröffentlicht, bei denen auch Apple seine Geräte produzieren lässt.
Unter anderem erzählt der Artikel von einem Szenario, bei der in einer Fabrik die Eltern eines jungen Arbeiters angerufen wurden, um ihnen mitzuteilen, dass ihr überlasteter Sohn in das Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Rede ist auch von “grauenvollen” Überstunden, die die Fabriksmitarbeiter leisten müssen. “Apple hatte sich bis jetzt für nichts anderes interessiert, als die Qualität ihrer Produkte zu steigern, aber die Produktionskosten zu minimieren! Von den äußerst schlechten Arbeitsbedingungen weiß Apple schon seit 4 Jahren, aber sie machen einfach weiter.“, erklärte ein höherer Beamter von der Fabrik Foxonn.
“Employees work excessive overtime, in some cases seven days a week, and live in crowded dorms. Some say they stand so long that their legs swell until they can hardly walk. Under-age workers have helped build Apple’s products, and the company’s suppliers have improperly disposed of hazardous waste and falsified records… Shifts ran 24 hours a day, and the factory was always bright. At any moment, there were thousands of workers standing on assembly lines or sitting in backless chairs, crouching next to large machinery, or jogging between loading bays.”
Aufgrund dieser Meldungen hat sich jetzt Apple CEO Tim Cook in einem Mail an seine Mitarbeiter gewannt und widerspricht den Vorwürfen der New York Times. In der Mail schreibt Cook, dass Apple weltweit auf seine Mitarbeiter in der Zulieferkette acht gibt. Jeder Unfall und jedes Problem von den Arbeitsbedingungen sei Anlass zur Sorge. Cook meint weiters, dass Apple nicht nur versucht die weitreichende Zulieferkette zu kontrollieren, sondern die Arbeiter auch über ihre Rechte aufklärt, damit diese sich gegen gefährliche, unsichere Arbeitsbedingungen oder unfairen Behandlungen schützen können. Laut Apple wurden bereits zwei Millionen Menschen dementsprechend geschult. Tim Cook meint abschließend, dass Apple aufgrund der eigenen Kontrollen noch viele Missstände aufdecken wird, man wird deswegen aber nicht auf die Kontrollen verzichten oder über die Probleme hinwegsehen, sondern will damit versuchen die Lebensbedingungen der Betroffenen zu ändern.
Tim Cook’s gesamter Brief im Anschluss: